Königshof kommt zurück und urbanisiert die Kettwiger Straße.

Geschichte:

Das Gebäude an der Kettwiger Straße verfügt über eine lange Tradition. Im Jahre 1900 war es die Heimat des „Grand Hotel Royal“ bevor es später zum Hotel Königshof wurde. Im Jahre 1937 wurde das Hotel in das „DeFaKa“ Deutsche Familien Kaufhaus umfunktioniert.

Hauptpost um 1920, rechts Hotel Königshof

Das Unternehmen Deutsche Familien Kaufhaus wurde um das Jahr 1950 ein Teil der Horten AG, die ab 1978 das neu errichtete Kaufhaus auch unter eigenem Namen betrieb. Horten selbst wurde im Jahr 1994 von Galeria Kaufhof übernommen. Nach der Fusion von Galeria Kaufhof und Karstadt im Jahr 2020 wurde beschlossen, dass das Kaufhaus an der Kettwiger Straße aus strategischen Gründen zu schließen. Hintergrund ist das Karstadt bereits ein Kaufhaus im Einkaufszentrum Limbecker Platz besitzt.

Bildnachweis: hanbrohat; Die alten Horten-Kacheln wurden bereits abgehangen

Planung:

Die Koerfer-Gruppe übernahm das Gebäude nach der Schließung und investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag, um das Gebäude mit dem neuen Namen „Königshof“ zu modernisieren. Zuerst erfolgt eine komplette Entkernung des Gebäudes und einer geplanten Umbauphase nach dem Entwurf von RKW Architektur + mit einer geplante Laufzeit von circa zwei Jahren.

Nach der Umbauphase soll das Königshof im neuen Glanz mit einem umfangreichen Angebot erscheinen. Das Angebot besteht aus einer attraktiven Markthalle, Gastronomie, Lebensmitteleinzelhandel und Drogerie im Erd- und Kellergeschoss. In Anlehnung an den früheren Baukörper der DeFaKa, wird das Gebäude nach dem Umbau eine geschwungene Fassade in einer attraktiven Natursteinoptik erhalten, welche sich im Erdgeschoss durch eine neue Glasschiebeanlage maximal öffnen lässt. Im oberen Bereich können sich Unternehmen in den neuen Büromöglichkeiten ansiedeln. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Bildnachweis: RKW Architektur + / Formtool

Weitere Informationen:

DeFaKa (Deutsches Familien-Kaufhaus GmbH) war eine deutsche Warenhauskette. Sie bestand seit den 1920er Jahren und wurde zuletzt als auslaufende Kaufhaus-Sparte ohne Vollsortiment mit Schwerpunkt auf Textilien von der Helmut Horten GmbH betrieben. Die DeFaKa Kaufhäuser hatten sich besonders als Pioniere eines eigenen Kundenkredit-Systems einen Namen gemacht, das vor allem in der Nachkriegszeit bei der deutschen Bevölkerung große Popularität genoss.

Die Koerfer-Gruppe verwaltet den auf Büro-Gewerbeflächen fokussierten Eigenbestand von insgesamt ca. 165.000 m² überwiegend in den Toplagen des Ruhrgebietes und des Rheinlandes.

Die RKW Architektur + ist ein Architekturbüro in Düsseldorf sowie an den Standorten in Leipzig, Münster und München.