Eickhaus Essen soll modernisiert werden.

Geschichte:

Das Eickhaus am Willy-Brandt-Platz wurde zwischen den Jahren 1913 und 1915 nach den Plänen des Architekten Georg Metzendorf errichtet. Die Stadt Essen und die Firma Eick Söhne gründeten die Kettwigerstraße-Grundbesitzgesellschaft mbH, um als Bauherr und erster Eigentümer das Projekt zu realisieren.

Nach den schweren Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg wurde das Eickhaus verändert wieder aufgebaut. Das einst mit Kupferblechen bedeckte, pagodenartige Dach wurde nicht wieder hergestellt. Stattdessen wurde ein nach hinten versetztes sechstes Stockwerk mit Flachdach aufgesetzt. Die Werksteinfassade wurde instandgesetzt und ist weitgehend erhalten geblieben. Hinzu kam ein flaches Vordach rund um das Erdgeschoss. Die Fenster der ersten Etage an der Südseite zum heutigen Willy-Brandt-Platz wichen nach dem Jahr 1957 einer glatten Mauer. Im Norden stand das nicht zum Eickhaus gehörige Derendorf-Haus, das im Krieg vollständig zerstört wurde. Beim Wiederaufbau wurde das neue Gebäude an dem Stil des Eickhauses angepasst.

Am 24. August 2000 wurde das Eickhaus unter Denkmalschutz gestellt und der Schutzumfang wurde im Januar 2018 um das zur Rathenaustraße hin liegende Treppenhaus erweitert. Nicht unter Denkmalschutz stehen das nach dem Krieg aufgesetzte Stockwerk und das nördlich angebaute Derendorf-Haus.

Bildnachweis: Wikipedia

Planung:

Anfang Juni 2021 wurde ein Architektenwettbewerb unter der Beteiligung des Denkmalschutzes, der Stadtverwaltung, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung, der Essener Marketing Gesellschaft, einem Gremium von Architekten und der Eigentümerin ausgelobt. Das Architekturbüro Brüning Rein konnte die Jury hierbei mit ihren visionär und hervorragend durchgearbeiteten Entwurf einstimmig überzeugen.

Der Siegerentwurf sieht eine filigrane gläserne Aufstockung von sechs Etagen zu den bereits vorhandenen Etagen vor. Die gestaffelten Dachterrassen nach Norden sollen einen Übergang zur bestehenden Bebauung abbilden. Die historischen Fassaden des neuen Eickhauses werden vom Sockel bis zur Traufe denkmalgerecht in Materialität und Detaillierung originalgetreu restauriert und auf den Ursprungszustand des Jahres 1915 zurückgeführt.

Die Planungen der Brutto-Grundfläche von 15.480 Quadratmeter sehen vor, dass das erste Obergeschoss weiterhin dem Einzelhandel vorbehalten wird. Ab dem zweiten Obergeschoss werden moderne Büroflächen im Stile von Green-Office zur Vermietung angeboten. Abgerundet wird das Gebäude mit einer vorgelagerten großen begrünten Terrasse im obersten Geschoss.

Bildnachweis: DWI Grundbesitz GmbH / Brüning Rein Architekten

Weitere Informationen:

DWI Grundbesitz GmbH widmet sich der Entwicklung gewerblich genutzter Immobilien. Die Aktivitäten umfassen dabei den Erwerb von Grundstücken oder Bestandsobjekten, die Planung und Umsetzung neuer Projekte, die Revitalisierung bestehender Gebäude einschließlich ihrer Vermietung und den Verkauf fertiggestellter Objekte Investoren.

Architekten Brüning Rein erbringen Planungsleistungen in den Bereichen Neubau, Umbau, Denkmalgerechte Sanierung, Innenraum, Städtebau, Masterplanungen, Freianlagen und Gutachten.